Transformation im Gesundheitswesen
Warum roboter-assistierte Chirurgie mit da Vinci Operationssystemen Kliniken zukunftsfähig machen kann – wenn Prozesse, Rollen und Strukturen mitgedacht werden. Ein Gespräch über Chancen, Hürden und Zukunftsperspektiven mit Tim Heisterkamp, Vice President für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei Intuitive sowie Geschäftsführer der Intuitive Deutschland GmbH.
Weltweit kämpfen Krankenhäuser heute gleichzeitig mit Personalmangel, steigenden Kosten und wachsendem Behandlungsbedarf. Steht das Krankenhaus, wie wir es kennen, vor einem grundlegenden Wandel?
Tim Heisterkamp: Ja, wir erleben derzeit einen tiefgreifenden Strukturwandel. Die Zahl älterer Patientinnen und Patienten steigt, während Fachkräfte knapp bleiben und der wirtschaftliche Druck auf viele Kliniken zugenommen hat. Gleichzeitig führt die Krankenhausreform verbindliche Qualitätskriterien und Leistungsgruppen, Mindestmengen und klare Strukturvorgaben ein. Das bedeutet, dass Leistungen künftig stärker gebündelt werden und Prozesse, Versorgungsangebote und Strukturen neu organisiert werden müssen. Genau hier beginnt die eigentliche Transformation der Krankenhauslandschaft.
Wenn Krankenhäuser ihre Strukturen neu organisieren müssen – wie zeigt sich dieser Wandel ganz konkret bereits heute im Klinikalltag?
Tim Heisterkamp: Roboter-assistierte da Vinci Operationssysteme verändern den Klinikalltag bereits heute sehr spürbar. Sie können hochpräzise Tätigkeiten übernehmen und Operateurinnen und Operateure dabei unterstützen, Eingriffe kontrollierter und weniger ermüdend durchzuführen.
Ich höre in Gesprächen mit Kliniken oder mit unseren betreuenden Intuitive-Teams immer wieder, dass mit Hilfe der roboter-assistierten Chirurgie nicht nur einzelne Arbeitsschritte der Chiruginnen und Chirurgen autonomer und effizienter gestaltet werden können, sondern auch die Organisation insgesamt flexibler werden kann. Ein Beispiel: spezialisierte OP-Teams, eine geringe Inanspruchnahme von Intensivkapazitäten oder wenige Komplikationen und Reoperationen für Patientinnen und Patienten können dazu beitragen, dass sich Personal und Krankenhausinfrastruktur besser planen lassen. Und all das dient dem Ziel der Krankenhausreform: Den Menschen auch in Zukunft die beste Versorgung anzubieten.
Der Mensch bleibt für uns zentral, das gilt für die Patientinnen und Patienten, aber auch für die klinischen Mitarbeitenden. Wenn wir anspruchsvolle Aufgaben technisch unterstützen, kann das das Personal entlasten. Dass diese Vorteile von Kliniken längst erkannt worden sind, belegen in meinen Augen die Zahlen: Weltweit wurden inzwischen mehr als 20 Millionen Eingriffe mit da Vinci Operationssystemen von Intuitive durchgeführt-weltweit beginnt alle 10 Sekunden eine Operation mit einem da Vinci-System.
Und was bedeutet diese Entwicklung ganz konkret für Patientinnen und Patienten?
Tim Heisterkamp: Für Patientinnen und Patienten zeigt sich der Nutzen vor allem in den Behandlungsergebnissen. Minimalinvasive, roboter-assistierte Eingriffe ermöglichen sehr präzise Operationen, wodurch potenziell Komplikationen und Schmerzen reduziert werden können. Kurze Aufenthalte im Krankenhaus bedeuten auch, dass Patienten und Patientinnen schnell wieder selbständig in ihren Alltag zurückkehren können. Diese Entwicklung ist heute durch eine breite wissenschaftliche Evidenz gestützt: Weltweit liegen inzwischen mehr als 48.000 peer-reviewte wissenschaftliche Publikationen zu roboter-assistierten Verfahren mit da Vinci-Systemen vor.
Aus meiner Sicht ist ein besonders wichtiger Aspekt auch die zunehmende Standardisierung der Behandlungsqualität. Wenn Eingriffe reproduzierbar und unter stabilen Bedingungen durchgeführt werden, trägt dies dazu bei, dass die Versorgungsqualität von Tageszeit und Standort unabhängig werden. Dies trifft insbesondere auf Eingriffe in der Nacht oder am Wochenende zu, also an Zeiten, in denen die Versorgungsprozesse von der Standardversorgung oftmals abweichen.
Klingt wunderbar. Aber gleichzeitig stehen Krankenhäuser unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Und moderne Technologie hat ihren Preis. Wie lässt sich der Einsatz roboter-assistierter minimalinvasiver Operationssysteme in diesem Umfeld verantworten?
Tim Heisterkamp: Die Kostenfrage sollte immer im Gesamtkontext der Gesamtversorgung betrachtet werden. Entscheidend ist nicht allein die Anschaffung einer Technologie, sondern wie sie sich auf Prozesse, Ressourcen und Versorgungsqualität auswirkt. Wenn Eingriffe präziser durchgeführt werden, könnten Komplikationen seltener auftreten und Patientinnen und Patienten möglicherweise schneller genesen. Dadurch könnten sich für Krankenhäuser Möglichkeiten ergeben, die Aufenthaltsdauer zu verkürzen und den Bedarf an Folgebehandlungen im Krankenhaus zu reduzieren. Betten könnten somit früher wieder belegt werden. An einigen Kliniken ist bereits etabliert, viele Standardeingriffe an einem Tag durchzuführen – maximal effizient und mit sehr guten Behandlungsergebnissen. Wir sehen, dass die Veränderung von Prozessen und die Standardisierung klare Benefits bringt und unterstützen Kliniken in diesem Prozess.
Langfristig geht es deshalb weniger um einzelne Investitionen als um die Frage, wie sich Qualität, Effizienz und Nachhaltigkeit im Gesundheitssystem insgesamt verbessern lassen könnten – und letztlich darum, die Kosten der Versorgung zu senken.
Beschaffungsmöglichkeiten bei Intuitive
Viele Kliniken nutzen heute flexible Beschaffungsmodelle, um roboter-assistierte Operationsplattformen in ihre Versorgung zu integrieren. Nach internen Analysen bevorzugt rund die Hälfte der Kunden weltweit eine Beschaffungslösung direkt über Intuitive.
Zu den verfügbaren Optionen gehören:
mit variablen, eingriffsabhängigen Kostenstrukturen. Diese Lösungen ermöglichen es Krankenhäusern, Investitionen an ihre individuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anzupassen und den Zugang zu minimalinvasiver Versorgung für mehr Patientinnen und Patienten zu erweitern.
Kommen wir zur Praxis. Reicht es aus, roboter-assistierte Chirurgie einfach einzuführen - oder braucht es mehr?
Tim Heisterkamp: Das wäre schön. Aber Technologie allein ist kein Selbstläufer. Ihr Nutzen kann sich erst dann vollständig entfalten, wenn sie konsequent in Prozesse, Strukturen und Arbeitsabläufe integriert wird. Deshalb wird es entscheidend sein, Digitalisierung und roboter-assistierte Chirurgie nicht isoliert zu betrachten, sondern als Teil einer Gesamtorganisation, eines klinischen Ökosystems, die konsequent auf Behandlungsqualität ausgerichtet ist.
Was bedeutet dieser Prozess für die Menschen, die im Krankenhaus arbeiten – ganz greifbar?
Tim Heisterkamp: Digitale Funktionen sind in all unseren Systemen durchgängig integriert.Diese digitalen Funktionen zusammen mit roboter-assistierten minimalinvasiven Operationssystemen können etablierte Muster transparenter machen und Entscheidungen stärker auf Daten stützen. Gleichzeitig kann sich die Zusammenarbeit in Teams verändern: Interdisziplinäre Abstimmung gewinnt an Bedeutung, und die zunehmende Digitalisierung erweitert die Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung. So entstehen ausgebildete Berufsgruppen, die ihre Fähigkeiten mit der Technologie sinnvoll ergänzen und ihr Wissen über die Grenzen des OP-Saales hinaus teilen und vertiefen können – zum Beispiel durch Telekollaboration, bei der die Erfahrung eines einzelnen Chirurgen oder einer Chirurgin zehntausenden von Patientinnen und Patienten zugutekommen kann und Exzellenz über die Grenzen eines einzelnen Operationssaals hinaus geteilt wird. Dadurch wird die Versorgung sicherer, effizienter und bleibt zugleich persönlich. In Zeiten des Fachkräftemangels bietet die zunehmende Digitalisierung auch eine Chance für die wichtigen Themen der Weiterbildung. Denn neue Technologien können Arbeitsprofile im OP-Bereich verändern, neue Möglichkeiten eröffnen, sie attraktiver machen. Denken wir beispielsweise an Telemedizin, an die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit einem Proctor, der Operationen digital begleiten kann. Diese Potenziale fußen auf einem Prinzip: Wir bei Intuitive denken Technik und Mensch immer im Zusammenspiel. Dadurch kann eine Form der Digitalisierung entstehen, die Versorgung nicht nur sicher und effizient gestalten kann, sondern auch persönlich.
Vieles ist in Bewegung. Wenn man in die Zukunft schaut: Was genau wird darüber entscheiden, ob Krankenhäuser leistungsfähig bleiben?
Tim Heisterkamp: Entscheidend wird sein, wie gut es Krankenhäusern gelingt, sich strategisch an neue Rahmenbedingungen anzupassen, etwa an demografische Veränderungen, steigende Behandlungsbedarfe und den Wettbewerb um qualifiziertes Personal. Digitalisierung und Technologie können dabei Schlüsselrollen spielen, weil sie Krankenhäuser in die Lage versetzen, Versorgung systematisch zu steuern und Qualität transparenter zu machen. Connectivity ist das Stichwort. Für uns ein zentraler Gedanke. Der Unterschied zeigt sich in diesem Kontext vor allem darin, wie Kliniken die Technologie integrieren und aufbauen. Das ist eine komplexe Herausforderung, aber eine machbare. Wir haben deshalb als Unterstützung Prozesse wie den Trainings Pathway und spezielle Teams wie das Genesis-Team geschaffen, die Kliniken auf ihren Weg individuell betreuen und sich selbst ständig weiterentwickeln. Das ist alles sehr dynamisch.
Wird sich dadurch auch die Struktur der Krankenhauslandschaft insgesamt verändern?
Tim Heisterkamp: Ja, davon bin ich überzeugt. Wir sehen bereits heute, dass neue Klinikstrukturen stärker funktional, flexibel und zukunftsorientiert geplant werden. Modulare Baukonzepte und eine klare Ausrichtung auf zukünftige Technologien gewinnen an Bedeutung. Ich glaube, wir müssen dabei grundsätzlich umdenken. Krankenhausneubauten dürfen keine Prestigeprojekte einzelner Träger sein, sondern müssen konsequent entlang der zukünftigen Versorgungsrealität geplant werden. Funktional, nachhaltig und mit Blick auf die Rolle digitaler, roboter-assistierter Technologien. Am Ende geht es nicht um Gebäude als Selbstzweck, sondern um die Menschen, die darin behandelt werden und arbeiten. Genau daran sollte sich die Krankenhausplanung der Zukunft orientieren.
Zurück in die Gegenwart: Wo zeigt sich dieser Wandel bereits heute besonders deutlich?
Tim Heisterkamp: Wir sehen bereits, dass viele Kliniken Programme für roboter-assistierte Chirurgie mit da Vinci-Systemen gezielt ausbauen, um mehr Patientinnen und Patienten minimalinvasiv behandeln zu können. Erfahrene Teams gestalten Prozesse zunehmend effizienter und steuern damit ihre Ressourcen besser. Ein Beispiel sind roboter-assistierte Operationssysteme der neuesten Generation wie das da Vinci 5 Operationssystem. Das System bietet eine umfassende Kontrolle über den gesamten chirurgischen Prozess, von der Geräteeinstellung bis zur Leistungsanalyse. Auch die hohe Autonomie der Operierenden und eine verbesserte Ergonomie tragen dazu bei, dass Kliniken Ressourcen effizienter nutzen können.
Welche Rolle spielen in diesem Kontext digitale Begleitlösungen und Daten, wenn wir über roboter-assistierte Chirurgie sprechen?
Tim Heisterkamp: Lassen Sie mich klarstellen: Programme für roboter-assistierte Chirurgie mit da Vinci Systemen gehen heute weit über die eigentliche Operation hinaus. Unsere Systeme sind heute Teil vernetzter Plattformen, die nicht nur den Eingriff selbst unterstützen, sondern auch digitale Zusammenarbeit und kontinuierliches Lernen ermöglichen. Digitale Tools können beispielsweise Fallbeobachtungen in Echtzeit ermöglichen, standortübergreifende Zusammenarbeit unterstützen und strukturierte Mentoring-Programme fördern. Viele Kliniken berichten zudem, dass die systematische Auswertung von Versorgungsdaten ein entscheidender Faktor sein kann, um Programme strategisch weiterzuentwickeln, etwa bei der Erweiterung auf neue Fachbereiche oder der Optimierung von Abläufen. Das alles ist ein eigenes Ökosystem, und es wird immer vielfältiger nutzbar werden.
Wenn roboter-assistierte Chirurgie heute so umfassend in die Versorgung integriert wird und in Zukunft Standard sein soll: Wie sieht es in zeitkritischen Situationen wie Notfällen aus? Kann Technologie auch dann liefern?
Tim Heisterkamp: Das ist eine sehr wichtige Frage. Lange Zeit wurde angenommen, dass roboter-assistierte Chirurgie für Notfälle zu aufwendig sei. Heute sehen wir jedoch zunehmend, dass sie auch in der Notfallversorgung eingesetzt werden kann, wenn Prozesse gut organisiert sind und Teams entsprechend vorbereitet sind.
In vielen Kliniken gehören da Vinci-Operationssysteme inzwischen zur regulären Versorgungsstruktur und stehen rund um die Uhr zur Verfügung. Entscheidend ist dabei nicht die Technologie selbst, sondern ihre Integration in die klinischen Abläufe. Ich halte es für einen sehr wichtigen Grundsatz, dass medizinische Qualität nicht davon abhängen sollte, wann oder wo ein Mensch operiert wird, ob nachts, am Wochenende oder in einer Notfallsituation. Minimalinvasive, roboter-assistierte Verfahren können auch hier dazu beitragen, Komplikationen zu reduzieren und eine schnellere Genesung zu ermöglichen. Das passt sehr gut zu den aktuellen Entwicklungen im Gesundheitssystem, etwa den Anforderungen an eine durchgängige Verfügbarkeit spezialisierter Versorgung im Rahmen der Krankenhausreform oder dem Wunsch nach kürzeren Krankenhausaufenthalten.
Wenn wir nach vorn schauen: Was stimmt Sie besonders zuversichtlich für die Zukunft der minimalinvasiven Medizin?
Tim Heisterkamp: Mich stimmt vor allem zuversichtlich, wie dynamisch sich medizinische Innovation entwickelt. Intuitive arbeitet seit fast drei Jahrzehnten daran, roboter-assistierte Operationssysteme weiterzuentwickeln. Allein im Jahr 2025 wurden weltweit mehr als 3,2 Millionen Eingriffe mit Intuitive Systemen durchgeführt.
Was wir heute besonders sehen, ist, dass die größten Fortschritte aus dem Zusammenspiel verschiedener Technologien entstehen, etwa aus Robotik, künstlicher Intelligenz, moderner Bildgebung und datenbasierter Medizin. Dieses Zusammenspiel eröffnet enorme Chancen, die Qualität und Zugänglichkeit minimalinvasiver Versorgung weiter zu verbessern. Ich denke, da sind wir ein Teil der Lösung.
Versorgung wird nicht nur im Operationssaal erbracht. Mit dem Lugenkrebsscreening wird in diesem Jahr in Deutschland ein neues Vorsorgeprogramm ausgerollt, dass diese oftmals tödliche Erkrankung frühzeitig entdecken soll. Ist Vorsorge auch im Fokus von Intuitive?
Tim Heisterkamp: Unsere Mission, eine deutlich bessere Versorgung für Patientinnen und Patienten zu ermöglichen, ist wichtiger denn je. Doch: auch wir müssen uns weiterentwickeln – und dabei stets darauf fokussieren, die realen und zeitkritischen Herausforderungen im Gesundheitswesen zu lösen. Lungenkrebs liefert dafür ein klares und dringliches Beispiel.
Laut des Robert-Koch-Instituts ist Lungenkrebs die häufigste krebsbedingte Todesursache in Deutschland – nicht, weil er unheilbar wäre, sondern weil er oft zu spät entdeckt wird. Das Problem, das wir lösen wollen, ist die geringe Überlebensrate – und das beginnt damit, den gesamten Patientenpfad vom ersten Moment der Versorgungssuche an neu zu denken.
Wird Lungenkrebs früh diagnostiziert – im Stadium 1a – kann die Fünf-Jahres-Überlebensrate bei 80–93 Prozent liegen.
Doch heute werden nur ca. 30 Prozent der Fälle in einem frühen Stadium entdeckt, und viele Patientinnen und Patienten warten sehr lange zwischen dem Auffinden eines verdächtigen Lungenknötchens und der Behandlung. In dieser Zeit erleben sie Unsicherheit, Angst – und das sehr reale Risiko eines Krankheitsfortschritts.
Wir können es besser machen. Wenn wir den gesamten Lungenkrebs-Behandlungsweg – von der Erkennung über Diagnose, Stadieneinteilung und Behandlung – neu denken, entsteht die Möglichkeit, den derzeitigen Prozess deutlich zu verkürzen. Und genau das geschieht bereits jetzt mit der Einführung des Lungenkrebsscreening sollen Prozesse schneller gehen und besser ineinandergreifen.
Neue diagnostische Technologien in Kombination mit Echtzeit-Gewebeanalysen, endobronchialem Ultraschall und roboter-assistierten Operationssystemen ermöglichen Diagnose und Behandlung von Lungenkrebs in kurzer Zeit. Das bedeutet: Innovation, eingebettet in ein Ökosystem aus qualifizierten Ärztinnen, Ärzten und Teams, kann Patientinnen und Patienten mehr Zeit schenken. Mehr Zeit für Antworten. Mehr Zeit mit ihren Familien. Mehr Zeit für das, was ihnen am wichtigsten ist – krebsfrei. Alles, indem wir uns auf die größte Herausforderung konzentrieren: das Überleben bei Lungenkrebs.
Der Patient bzw. die Patientin steht also immer im Mittelpunkt. Deshalb hat Intuitive 2020 auch Intuitive Ventures gegründet?
Tim Heisterkamp: Genau. Mit Intuitive Ventures möchte Intuitive dazu beitragen, die nächste Generation medizinischer Innovation aktiv mitzugestalten. Wir suchen nach Unternehmen, die wir mit unserer langjährigen Expertise unterstützen können - die gut zu uns passen. Intuitive Ventures richtet sich hier gezielt an frühphasige Unternehmen, die in Bereichen wie KI, Robotik, Diagnostik oder Präzisionstherapien neue Lösungen entwickeln.
Was mich besonders beeindruckt ist die Vielfalt der Ansätze. Einige Start-ups arbeiten beispielsweise daran, mithilfe künstlicher Intelligenz Komplikationsrisiken nach Operationen frühzeitig vorherzusagen. Andere entwickeln neue endoskopische Verfahren zur Behandlung chronischer Erkrankungen, oder nutzen roboter-assistierte Chirurgie, um Eingriffe in völlig neuen Anwendungsfeldern präziser zu machen. Diese wenigen Beispiele zeigen deutlich, wie breit das Innovationsfeld inzwischen geworden ist – und welches Potenzial darin liegt, minimalinvasive Medizin in den kommenden Jahren grundlegend weiterzuentwickeln.
Um auf Ihre Ausgangsfrage zurückzukommen: Krankenhäuser stehen heute im Umbruch. Aber es geht nicht nur darum, auf Veränderungen zu reagieren. Es geht darum, sie aktiv zu gestalten. Der Behandlungspfad wird dabei zu einem Prozess, an dem sich entscheidet, wie Medizin im gesamt-klinischen Kontext künftig funktioniert. Und wir bei Intuitive arbeiten jeden Tag daran, diese Zukunft gemeinsam mit unseren Partnern möglich zu machen – mit dem klaren Ziel, die Behandlungsergebnisse für Patientinnen und Patienten zu verbessern. Patientinnen und Patienten stehen für uns immer an erster Stelle.
Die individuellen Ergebnisse können von einer Reihe von Faktoren abhängen, unter anderem von Patientenmerkmalen, Krankheitsmerkmalen und/oder der Erfahrung des Operateurs.
Einige Produkte, Funktionen oder Technologien sind möglicherweise nicht in allen Ländern verfügbar. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrem zuständigen Intuitive-Ansprechpartner vor Ort nach der Verfügbarkeit der Produkte in Ihrer Region. Angaben zu Indikationen, Kontraindikationen, Warnhinweisen und anderen Produktinformationen finden Sie in der produktspezifischen Gebrauchsanweisung.
Da Vinci X & Xi Operationssysteme
Die Endoskopie-Instrumentensteuerungssysteme von Intuitive Surgical (da Vinci X und da Vinci Xi Operationssysteme) dienen zur Unterstützung bei der präzisen Steuerung der endoskopischen Instrumente von Intuitive Surgical während urologisch-chirurgischer Eingriffe, allgemeiner laparoskopischer Eingriffe, gynäkologischer laparoskopisch-chirurgischer Eingriffe, allgemeiner thorakoskopischer Eingriffe und transoraler otolaryngologisch-chirurgischer Eingriffe, die auf gutartige Tumore und bösartige Tumore der Klasse T1 und T2 beschränkt sind, sowie gutartiger Zungengrundresektionseingriffe. Die Systeme können sowohl für erwachsene Patienten als auch für Kinder verwendet werden (sofern es sich nicht um transorale otolaryngologische chirurgische Verfahren handelt). Sie sollen von erfahrenen Ärzten in einem Operationssaal verwendet werden.
Die da Vinci X und da Vinci Xi Operationssysteme sind Medizinprodukte der Klassen IIb mit CE-Kennzeichnung (CE 2460) gemäß der europäischen Medizinprodukteverordnung (EU) 2017/745, hergestellt von Intuitive Surgical, Inc. Bitte beachten Sie die Gebrauchsanweisung vor der Anwendung.
Da Vinci SP Operationssystem
Das da Vinci SP Operationssystem dient zur Unterstützung bei der präzisen Steuerung des da Vinci SP Endoskops und der Instrumente während minimalinvasiver endoskopischer abdominopelviner Eingriffe, thorakoskopischer Eingriffe, transoraler otolaryngologischer Eingriffe, transanaler kolorektaler Eingriffe und chirurgischer Eingriffe an der Brust. Das System ist für den Einsatz bei Erwachsenen indiziert. Es ist zur Verwendung durch geschulte Ärzte in einem Operationssaal vorgesehen.
Das da Vinci SP Operationssystem ist ein Medizinprodukt der Klasse IIb mit CE-Kennzeichnung (CE 2460) gemäß der europäischen Medizinprodukte-Verordnung (EU 2017/745), hergestellt von Intuitive Surgical, Inc. Bitte beachten Sie die Gebrauchsanweisung vor der Anwendung.
Da Vinci 5 Operationssystem
Das da Vinci 5 Operationssystem dient zur Unterstützung bei der präzisen Steuerung von da Vinci Endoskopen und Instrumenten während minimalinvasiven endoskopischen urologisch-chirurgischen Eingriffen, gynäkologisch-chirurgischen Eingriffen, allgemeinen laparoskopisch-chirurgischen Eingriffen und thorakoskopisch-chirurgischen Eingriffen. Das System kann sowohl für erwachsene Patienten als auch für Kinder verwendet werden. Es soll von erfahrenen Ärzten in einem Operationssaal verwendet werden.
Das da Vinci 5 Operationssystem ist ein Medizinprodukt der Klasse IIb mit CE-Kennzeichnung (CE 2460) gemäß der europäischen Medizinprodukteverordnung (EU) 2017/745, hergestellt von Intuitive Surgical, Inc. Bitte beachten Sie die Gebrauchsanweisung vor der Anwendung.